Albert Camus

Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten

Albert Camus

Persönlichkeitsbildung & Soziotechnik

Die 4 Fragen des Lebens

1.Vorwort.

Angeblich dreht sich im Leben alles um die 4 Fragen:

  • Was sind wir?
  • Woher kommen wir?
  • Wohin gehen wir?
  • Was ist der Sinn des Lebens?

Die Pragmatiker sagen…wenn man es nicht weis, worauf es ankommt – dann geht es immer um das Geld. Stimmt es, oder doch nicht?

Schauen wir es uns kurz an.

Die 4 Fragen des Lebens. Design your Life!
Die 4 Fragen des Lebens. Design your Life!

2. Was Sind wir?

Menschen, Bürger, Konsumenten, Vertreter verschiedener Altersgruppen; Kinder, Frauen, Männer, Berufstätige, Rentner, Sportler, Kranke etc. Wir werden aufgeteilt und zugeordnet, je nach der Sichtweise oder Bedarf der Statistiken oder der Behörden.

Eins ist sicher; von klein an bis zu hohem Alter wechseln wir unsere Umgebung, Bildungsstatus, soziale Rollen; Einkommensniveau, Umfeld, Gesundheitszustand, Vorstellungen.

Was bleibt übrig? Unser Körper als nicht verwechselbares Vehikel durch die Reise des Lebens und unsere Ansprüche; an gewisses Quantum an unseren Bedürfnissen. Selbst diese unterliegen aber den Veränderungen…

Wir werden von dem Zeitfaktor begleitet und zu Teile kontrolliert; es kommt aber auf die Qualität dieses Zusammenseins an.

3. Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Diese Fragen werden öfters im kausalen Zusammenhang gehandhabt. Die Gremien und Institution – die uns ein lebenslang begleiten (Behörden, Kirchen, Bildungswerke, Kliniken, Rentenanstalten, Massenmedien etc.) – betrachten uns durch das Prisma ihrer eigenen Strukturen und Vorstellungen, die des Öfteren zu „unseren“  Aufgaben oder Weltanschauung gemacht werden.

Je nachdem wird uns auch die „Erklärung“ vorgegeben: wir kommen vom Gott und gehen zu Ihm zurück-  behaupten die Einen; wir kommen in eine Gesellschaft, um daran teilzunehmen – sagen die Anderen. Wir kommen in eine Familie, wo wir aufgezogen und gepflegt werden; dann kommt der Rollentausch: wir gründen eine Familie, wo das Ganze dupliziert wird. Nur die Umstände ändern sich und…die Zeiten.

Die 4 Fragen des Lebens. Design your Life!

Was ist aber mit unserem persönlichen Nachempfinden der ganzen Sache? Wie ist es uns zumute, wenn wir zu einem Trieb in großen Werken wegrationalisiert werden? Die Welt hat sich selber schon immer der Differenzierungen bedient (jede Beschreibung ist eine „dualistische“ Betrachtungsweise), die Ansammlungen dieser Beschreibungen verhalfen zur Bildung von diversen Systemen.

Damit meinten es auch sämtliche Philosophen – aber  auch Pragmatiker – eine bessere „kalkulierbare“ Zukunft zu bauen. Die Welt hat sich immer in den Kategorien der Systeme entwickelt.

Wie steht es um unsere Vorbereitung auf die Lebensreise in dieser Welt voller Systeme?

Wir kommen aus einer Zeit der stabilen Lebenswerte (die längst nicht mehr greifen), leben voller Unsicherheit im Schatten der nicht mehr aktuellen Bildungsprogramme unserer Schulzeit und bewegen uns im rasanten Tempo auf die noch mehr unsichere und schlecht vorstellbare Zukunft zu…

4. Das Ziel unseres Lebens oder – „der Sinn der ganzen Sache“.

Angeblich jeder von uns soll den Sinn des Lebens selber ergründen. In der Tradition sämtlicher Kulturen wird von der Erleuchtung gesprochen. Für die meisten von uns kann das Leben aber nur den Sinn haben, wenn es in voller „Fülle“ begriffen wird; dazu gehört das Glück mit seinen unterschiedlichen in der Stärke ausgeprägten (je nach der individuellen Vorstellung) aber immer  doch den gleichen Komponenten wie: Gesundheit, Liebe, Wohlergehen.

In den Zeiten der Konsumgesellschaft werden diese Qualitäten besonders stark betont; die Anbieter lassen sich auch diese (un)angemessen hoch bezahlen.

Das Ziel unseres Lebens. Design your Life.
Systeme verstehen. Design your Life!

5. Systeme verstehen, Systeme für sich nutzen.

Ob wir eher esoterisch oder pragmatisch ausgelegt sind – die Spielregeln sind gleich. Wenn wir in der Welt der Systeme überleben wollen, sollten wir uns sachkundig machen.

Oder glauben Sie an die spontanen Veränderungen der Welt und die reichlichen Geschenke oder die spendablen Einfälle des Universums, das für Sie das Leben organisiert und bezahlt?

Wie finden Sie in der Welt voller Dissonanzen und Widersprüche; voller Überschwemmung von Informationen (aber nicht vom brauchbaren Wissen) die konkreten Lösungen für Ihr Wohlbefinden und Wohlergehen? Für die bessere Gestaltung Ihrer Zukunft?

Die Entscheidungen müssen Sie natürlich selber treffen; das ist auch Ihre freie Wahl, eine Aufgabe und zeitgleich Chance, die keiner für Sie übernehmen kann.

Haben Sie 10 Minuten Zeit, die Sie bereit wären zu investieren, um sich mit einer gut bewährten Umsetzung anzufreunden?

Oder entscheiden Sie sich lieber, Ihre Chancen dem Zufall zu überlassen?

Fordern Sie unverbindlich und kostenlos die Informationen unter: consulting@desing-your-life.info

Copyright by Marcin Korecki Dortmund 2015

Persönlichkeitsbildung & Soziotechnik

Identitätskrise

In jeder großen Kultur galt es als das Merkmal deren Ausrichtung mitunter klare Antworten auf vier wichtigste Fragen unseres Lebens zu geben:

Wer sind wir ?

Woher kommen wir ?

Was haben wir hier zu suchen ?

Wohin gehen wir ?

Unsere Ahnen aus der Urzeit mögen es hier ein kleines bisschen leichter gehabt haben. Das Leben wurde damals vom Naturrhythmus dermaßen stark dominiert, dass es auch den lokalen Weisen und Oberbefehlshabern als plausibel erschien, sich selber und den eigenen Stamm als einen Teil eines größeren Ganzes zu erkennen.

Die lokalen Priester und Schamanen haben bloß besser für ein einfaches Verständnis der kausalen Zusammenhänge didaktisch gesorgt.

Im Reich der Mitte (altes China) wurde schon seit Jahrtausenden die Sorge dafür getragen, auch die “sozialen” Elemente  mit dem Naturkalender im Einklang zu bringen. Man könnte beinahe sagen, die Weisheit der Natur durch langfristige Beobachtungen für sich zu entdecken, die Kanone der Natur zu entschlüsseln und ein kohärentes System am interdisziplinärem Wissen zum Wohlergehen der gesamten Gesellschaft zu schaffen und sozial zu fördern. Auf dem europäischen Boden zeichneten sich im gewissen Sinne auch ähnliche Trends ab, wobei es bei uns eher in Verbindung mit der intellektuellen Blüte der einzelnen Denker (z.B. Aristoteles, Plato, Rousseau) stand, als mit der Anstrengung der damaligen Herrscher der Idee von sozialer Harmonie etwas mehr Gehör zu schenken.

Worauf in den letzten Jahrzenten wohl vereinzelte Pragmatiker und Dozenten des Managements aufmerksam machten, war der Begriff vom “Kairos”, dem richtigen Zeitpunkt für gewisse Sachen; jenseits der steif aufgedrängten Plänen im Sinne der Gleichwertigkeit sämtlicher Zeitintervalle (wie es die übliche Auslegung von “Chronos” praktiziert).

Darüber hinaus setzte sich im Alltag der Ellenbogengesselschaft der letzten Jahrhunderte das Recht des Stärkeren durch; im wirtschaftlichem Sinne mit der Krönung in der Gewinnmaximalisierung der Firmen, Korporationen und Konzerne…

Als eine “neuzeitige” philosophisch-intellektuelle Begründung dafür wurde das Gedankengut vom Darwin gebraucht (ggf. fast missbraucht ?), wobei die postdarwinistischen Entwicklungen kaum eine Rückkoppelung an die Natur in dem aktuellen sozialen Profil der meisten Nationen des Abendlandes erkennen lassen…

Die westliche Demokratien nahmen also auch einen  – von der Natur distanzierten – ziemlich prägnanten Weg an …

Der aufgeklärte ggf. “erleuchtete” Mensch des 21. Jahrhunderts dürfte zum Maß aller Dinge geworden sein und für sich alleine über die eigene Wirklichkeit und über die Zukunftsausrichtung selber entscheiden.

Die konsumptive Kulturauslegung (mehr, bunter, intensiver, dynamischer etc.) ließ im Zuge der “werbegesteuerten” Interessenfokussierung der Konsumenten die alten Fragen nach der “natürlichen Ableitung” der menschlichen Bedürfnisse ggf. nach “dem Sinn der Sache” sanft aber kontinuierlich in den Schatten treten.

Der Mensch entschied – über die wiederholten Willensakten – die Prioritäten zugunsten seines “Lebensgenusses” und zunehmend jenseits seiner historisch und “naturgemäß” fundierten Lebensgewohnheiten und Bräuche neu zu gestalten.

Der Lifestyle ist die Frage vom Trend und Entscheidungen geworden. Ohne Rückschlüsse auf die Vergangenheit unserer Zivilisation oder auf die sozialen Projektionen der Zukunft.
Somit wurden aber die Fragen nach der Vergangenheit und Zukunft massiv verdrängt, was gewisse soziale und (zumindest) psychologische Defizite bei den betroffenen Gesellschaften aufblühen lässt.
Sollten wir den Glauben einem der besten zeitgenössischen Motivationsspeaker und Coaches unserer Zeiten – dem Anthony Robbins – schenken, gehört die s.g. „Kohärenz“ des Menschen zu seinen innigsten Grundbedürfnissen (vergleiche Sie bitte unseren jüngsten Blog zu Identität und Kohärenz: „Life is Life.Der Aspekt der Kohärenz“).

Dieser Aspekt des psychologischen Grundwissens wurde durch die modernen Gesellschaften ganz smart verdrängt, verlernt und ist beinahe als Relikt der Vergangenheit in die Vergessenheit geraten, bis das Aufflammen der religiösen Revolution im Iran das plötzliche Aufwachen herbeiführte.

Der Mensch braucht nun mal für sein Sicherheitsgefühl ein gewissen Quantum an Koordinaten, die klar und verständlich wirken; die aber auch zu den nicht beantworteten vier Hauptfragen des Lebens ganz deutlich in einer Beziehung stehen…
Und – wie uns die Geschichte immer wieder des Besseren unterrichtet, die echten Bedürfnisse des Menschen… die sind wirklich unumgänglich. Diese schöpfen nämlich ihre Daseinsberechtigung in unseren Wurzeln – in der Natur…

Das ewige Dilemma der menschlichen Evolution – mit dem heiklen Beigeschmack einer verzehrten und schwammigen Grenze zwischen der Natur und der Kultur…einer Grenze, die doch so relevant für unsere ganze Zukunft erscheinen mag.
„Die Gewohnheit ist die zweite Natur des Menschen“ (Rousseau).
Woher sollten wir es aber wissen, dass das, was vorher war nicht bloß eine frühere Gewohnheit war…?

Sollten wir die wahre Verifizierung mit unseren Sinnen erschließen…?
Ziemlich sicher – nicht mehr. Was man inzwischen aus den Untersuchungen an den Kindern herausfinden konnte, bei einer Wahl zwischen einer künstlich (mit Geschmack- und Geruchverstärker) präparierten Nahrung und einer unbehandelten Naturkost – entschlossen sich die meisten der jungen Probanden doch für die präparierte Version der Natur…

Solche Untersuchungen fallen aber bei den Tieren deutlich anders aus… Die Tiere neigen immer zu der „nicht präparierten“ Nahrung. Auch bei der Wahl zwischen dem „normalen“ Kranwasser und dem naturgemäß „informierten“ Wasser (bei der vergleichbaren biologischen und chemischen Reinheit) entscheiden sich die tierischen Probanden immer wieder für die Natur…

Die natürlichen Instinkte selbst der jungen Menschen scheinen insofern schon ein bisschen abgestumpft…
Was ist mit der Erkennungspotential unseres Mindes?

Laut wissenschaftlich belegten Studien, wir können nur das realisieren, was wir uns vorstellen können. In den voller Hektik Zeiten nehmen auch gerne die automatisch ablaufenden Routinen unseres Mindes immer mehr Platz zu Ungunsten der hochgestochenen und kreativen (allerdings öfters ungezwungen zeitaufwendigen) Visionen und Überlegungen (vergleiche Dr. Joe Dispenza).

Na ja, die „Linkshirnigen“ können nicht Neues erschließen, nur vergleichen.Die „Rechtshirnigen“ haben zwar ihre exklusiven Einfalle, wissen diese aber nicht zu systematisieren ggf. umzusetzen.
Toll. Wo führt der Weg hin?
Auf jeden Fall zu einem Pluralismus… Die Leitfrage allerdings ist, inwiefern die diffusen Entfaltungsrichtungen das Zueinander finden.

Wo die „Linkshirnigen“ bis heute mit Optimismus an die Macht der Konsumgesellschaft (und nicht nur an diese) ohne Wimpernzucken glauben; weisen die bislang als „Esoteriker“ geltenden „Rechtshirnigen“ auf die Weiterentwicklung vom Wissen der letzten 90 Jahre hin und auf die Einheitsmustern vom Universum, was quantenphysisch schon ab 1920 als wissenschaftlich bewiesen gilt… Und dieses Wissen haben gerade die „Linkshirnigen“ produziert.

Der Durchschnittsbürger sucht aber nach wie vor die Sicherheit und möchte gerne in dieser Welt ein bisschen Geborgenheit und Berechenbarkeit leben.Die Urangst war schon immer die Existenzangst. „Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum“ (Konfuzius) Unsere Kultur versucht sich mit dieser Frage immer wieder auseinanderzusetzen; nicht zuletzt über die Existentialisten, Theologen, Philosophen und… Postfreudisten (z.B. „Haben oder Sein“, Fromm).

Sämtliche Aufarbeitungsversuche dieses Gedankengutes münden auch in den Grundaspekten unserer sozialen Sicherheiten: im gesicherten Unterhalt und der „abgesicherten“ medizinischen Versorgung. In der christlichen Tradition des Abendlandes gehört die materielle Unterstützung der sozial Schwachen zur Kulturerrungenschaft mit einer humanen Würdigung in Form vom Rechtsanspruch.

Was wohl die humanen Samaritaner und andere Machtleute des Aufschwungs der 70er Jahre nicht im Ganzen vorausschauen vermochten war allerdings der systematische und dramatisch zunehmende Zuwachs an „Scheinbedürftigen“, die den „sekundären Nutzen“ aus der vermeintlichen „sozialen Schwäche“ besser zu schätzen wussten, als den Ertrag selber zu erarbeiten. Na ja, dafür hatten sie dann auch Zeit genug…(ohne die wirklich betroffenen zu beleidigen).

Die Storys im Sinne „vom Einzelfall zu Sozialbewegung“ kennen wir alle.
An den moralen Folgen der vergleichbaren Einkommensverhältnisse zwischen den „scheinbar“ Arbeitenden und den „scheinbar“ hart Arbeitenden ist aber der ganze Ex-Ostblock gescheitert.

Was ist mit dem zweiten Baustein der sozialen Sicherheit, mit der gesundheitlichen Versorgung?
Die Frage nach unserer Gesundheit hat sich schon längst mit der „selbstverständlichen“ Akzeptanz der vorgegebenen formellen Lösungen „selber“ beantwortet. Diese Leistung wurde durch die meisten Vertreter unserer Gesellschaft an die formellen Gremien weiterdelegiert.

Wobei die Gesundheit selbst, genauso wie die persönliche Geburt, das ganze Leben und das Ausscheiden aus der irdischen Dimension unserer Existenz nach wie vor ein absolut privates und individuelles Anliegen bleibt.
Man kann schon von einem Paradox reden, wenn gerade das, was die individuelle Lebensqualität (ggf. einen „gesunden“ Rahmen für das ganze Leben) bestimmt, im Sinne der persönlichen und durchaus individuellen Verantwortung verkannt und abgegeben wird.

Wieso ist dem Durchschnittsbürger seine Lebensqualität so egal geworden?
Insofern kamen schon im Altertum die Fragen der inneren Bedürfnisse des Öfteren zu kurz.
Wobei – die Lebensqualität und das Wohlbefinden auch eine durchaus materielle Basis haben.
Also.. weder das „Ideale“ noch das „Materielle“…

Wo liegt das Problem?

Anscheinend hat es doch Einiges mit unserer Lebensphilosophie zu tun. Genauso wie die meisten Mitmenschen ziemlich ungerne an die formelle Post drangehen – beschäftigen sie sich genauso ungerne mit den Fragen der Gesundheit; es hätte sich dabei etwas Negatives ergeben können…

Unter der Prämisse der vermeintlich glorreichen Entwicklung der Lebensperspektive geht man immer wieder vom persönlichen Glück aus, bis eine fortgeschrittene Leidensform Einen des Besseren unterrichtet…

Es gehört zum Lifestyle lieber die Zeit für Kicken und die begleitende „Sportkultur“ (Veranstaltungen für das Publikum, passiver Zeitvertrieb vor dem Fernsehen) zu investieren, als eine aktive Lebensweise aufzunehmen, ggf. die Vorsorgemaßnahmen regelmäßig zu treffen.

Schon wieder ein Merkmal der Konsumgesellschaft.

Bei der alternden Population des Westens ist auch eine größere Aktion im Sinne der Zusatzaufwendungen für die Gesundheit der breiten Massen schlecht denkbar.

Schon alleine aus finanziellen Gründen. Die Krankenkassen sollten auch wirklich ihrem Auftrag folgen, um das schlimmste Übel von den Betroffenen nach Möglichkeiten abzuwenden. Das war der Sinn der Sache und der Stolz unserer sozialen Bemühungen.

Ein Lifestyle, der zu gewissen gesundheitlichen Schäden führen kann, oder auch (im Gegensatz) das Wohlergehen des Einzelnen und das Aufrechterhalten der guten Gesundheit annähern könnte, bleibt immer wieder die Frage der persönlichen Wahl.

Die Frage von Prioritäten, von Bekenntnissen und die Quintessenz der eigenen Identität.

Persönlichkeitsbildung & Soziotechnik

Die Bibliothekare

Die Bibliothekare … oder auch Kustos (manchmal genannt) waren meistens die Menschen mit einer Vorliebe für die Bücher und das Wissen selbst. Sie genossen über die Jahrhunderte die seltene privilegierte Lage, über die Verwaltung von Bibliotheken – für die Machtinhaber dieser Welt, selber in den Kontakt mit einer Macht zu kommen – mit dem Wissen.

Kein Wunder, die Bücher galten früher für das Wissenssynonym; kaum einer kann sich noch daran erinnern, dass das niedergeschriebene Wissen früher für einen kostbaren Schatz gehalten wurde … und deshalb auch gar nicht zugänglich der “breiten Massen” war.

Es gab Zeiten wo die Bücher “von der Hand” geschrieben und vervielfältigt wurden … insofern gerade die soziale Herkunft entschied als “vorgegeben” über den Zugriff und Genuss zum Wissen.

In den Zeiten der Demokratie scheint diese Geschichte in die Vergessenheit geraten zu sein.

Wissen führte zu Macht.

“Wissen ist Macht”.

Deshalb musste auch “adäquat” verwaltet werden. Gezielt dosiert und eingesetzt.

“Divide und impera” – lautete der Spruch der alten Römer: teile und regiere.

Vielleicht wissen die meisten der zeitgenössischen Mitstreiter nicht mehr, wie schwer es früher um das Wissen zu kämpfen war. Was für Opfer die ganzen Familien aufbringen mussten, um die Ausbildung selbst eines einzigen Sohnes (pro Familie) finanziell möglich zu machen (mit den Frauen war es über die Jahrhunderte so ein bisschen mehr problematisch bis nicht möglich – was das Recht auf die Bildung, oder das allgemeine Wahlrecht anbelangte …). was für menschliche Dramas dahinter verborgen blieben, wenn es um die Frage der Auswahl, der Entscheidung ging, wer wohl zu dieser privilegierten Position designiert werden sollte.

Die Bibliotheken sind inzwischen überall verfügbar, sie füllen die Lücken auf unserer Bildungskarte.

Sie sind eine der Möglichkeiten.

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